FaithTech entwickelt und fertigt programmierbare Gleichstrom-Stromversorgungen und elektronische Lasten für Anwendungen in den Bereichen Energie, Industrie, Automobil, Elektronik und Luft- und Raumfahrt.
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Die Validierung moderner Mikrogrid-Wechselrichter erfordert präzise, dynamische und energieeffiziente Testumgebungen – insbesondere bei der Bewertung kritischer Funktionen wie des Übergangs zwischen Insel- und Netzbetrieb, der gezielten Blindleistungssteuerung sowie der zuverlässigen Anti-Islanding-Erkennung. Die modularen bidirektionalen FTDM-DC-Quellen von FaithTech bieten hierfür eine skalierbare, regenerative Testplattform, die sich nahtlos in bestehende Testinfrastrukturen integrieren lässt. Durch die Synchronisation mehrerer FTDM-Einheiten mit externen Netzsimulatoren (z. B. FTG Series Grid Simulators) und Batterie-Emulatoren (FTB Series Battery Emulators) entsteht ein vollständig kontrollierbares, physikalisch getreues Mikrogrid-Labor. Jede FTDM-Einheit arbeitet als Quelle und Senke – sie kann Energie in das System einspeisen oder bei Bremsvorgängen bzw. Wechselrichter-Rückwirkung regenerativ zurückführen. Dies reduziert den Gesamtenergieverbrauch signifikant und ermöglicht langdauernde, thermisch stabile Tests ohne externe Lastbanken.

Für den realistischen Test von Betriebsmoduswechseln ist eine exakte Zeit- und Phasensynchronisation aller beteiligten Komponenten entscheidend. Die FTDM-Serie unterstützt Master-Slave-Konfigurationen über digitale Trigger- und Clock-Leitungen (z. B. 10 MHz Referenz-Takt, TTL-Trigger) sowie über Ethernet-basierte Synchronisationsprotokolle wie IEEE 1588 PTP. Bei der Simulation eines Inselbetriebs wird ein FTDM-Modul als primäre DC-Energiequelle für den Wechselrichter konfiguriert, während ein zweites Modul als regenerative Last fungiert – beispielsweise zur Nachbildung einer angeschlossenen Last oder eines Verbrauchers. Ein drittes FTDM-Modul kann parallel als Batterie-Emulator agieren, um Lade-/Entladezyklen unter definierten Spannungs- und Stromprofilen abzubilden. Für die Blindleistungssteuerung nutzt der Wechselrichter seine interne Regelung zur gezielten Einspeisung oder Aufnahme von Blindleistung. Die FTDM-Einheiten reagieren dabei dynamisch auf die vom Wechselrichter erzeugte Spannungs- und Frequenzänderung – ohne Verzögerung und mit definierter Impedanzcharakteristik. So lässt sich die Reaktion des Wechselrichters auf plötzliche Lastschwankungen oder Netzschwankungen validieren, wie sie in realen Verteilnetzen auftreten.

Anti-Islanding-Tests stellen hohe Anforderungen an die Genauigkeit und Reproduzierbarkeit der Testumgebung. Ein isoliertes Mikrogrid darf nicht unerkannt weiterbetrieben werden, sobald die externe Netzversorgung ausfällt. Hierbei muss der Wechselrichter innerhalb strenger Zeitvorgaben (z. B. UL 1741 SA, IEEE 1547-2018) die Insel erkennen und abschalten. Die FTDM-Serie ermöglicht die präzise Erzeugung von kritischen Störgrößen wie aktiven oder passiven Inseln durch kontrollierte Variation von Spannung, Frequenz, Phasenlage und Leistungsfluss. Durch die regenerative Rückkopplung zwischen FTDM-Einheiten lässt sich ein geschlossener Energiekreis schaffen: Ein Modul speist z. B. aktive Leistung ein, während ein zweites Modul diese exakt absorbiert – so entsteht ein stabiles, aber netzunabhängiges System, das dem Wechselrichter einen „scheinbaren“ Netzbetrieb vortäuscht. Gleichzeitig können kleine, gezielte Störungen (z. B. ±0,1 Hz Frequenzabweichung oder ±0,5 V Spannungsabweichung) appliziert werden, um die Empfindlichkeit der Inselerkennung zu prüfen. Alle Parameter sind über die standardisierte FT Control Suite steuerbar und lassen sich in reproduzierbaren Testsequenzen automatisieren.
Die modulare Bauweise der FTDM-Serie ermöglicht eine flexible Skalierung von einzelnen 30 kW-Einheiten bis hin zu Systemen mit mehreren Megawatt Leistung – ideal für die Entwicklung sowohl kleiner dezentraler Mikrogrids als auch großer netzgekoppelter Speicheranlagen. Jedes Modul bietet eine Spannungsbandbreite von 0–2250 V, Stromwerte bis ±4500 A und eine maximale Leistung von bis zu 3 MW pro Systemkonfiguration. Dank der regenerativen Technologie wird bis zu 96 % der eingespeisten Energie zurück ins Versorgungsnetz geführt – was neben Kosteneinsparungen auch thermische Stabilität und längere Testdauern ermöglicht. Die Integration in bestehende Testumgebungen erfolgt über offene Kommunikationsschnittstellen (LAN, USB, GPIB) und kompatible SCPI-Befehlssätze. Für umfassende Lösungen empfehlen wir die Kombination mit unseren Bidirectional DC Power Supplies Solutions, die speziell auf die Anforderungen von Energiespeicherumwandlern (PCS), Mikrogrid-Ausrüstung und Entwicklungsvalidierung zugeschnitten sind. Mit dieser Architektur steht Ihnen eine zertifizierungsreife, nachhaltige und wissenschaftlich fundierte Basis für die nächste Generation regenerativer Mikrogrid-Inverter-Tests zur Verfügung.