## Niedriges Rauschen: Kritisch für hochauflösende Analogmessungen
Bei der Validierung analoger Schaltungen wie Operationsverstärkern, Spannungsteilern oder präzisen Sensorinterfaces ist das Rauschverhalten der Stromversorgung ein entscheidender Faktor. Schaltnetzteile erzeugen typischerweise hochfrequente Schaltspitzen im Bereich von 100 kHz bis mehreren MHz, die über Leitungen in die zu testende Schaltung einkoppeln können. Diese Störungen führen zu unerwünschten Offsetverschiebungen, Verzerrungen bei kleinen Signalamplituden oder fehlerhaften ADC-Wandlungen – besonders bei Systemen mit 16–24 Bit Auflösung.
Die FTL-Serie multi-channel linear dc power supply analog test nutzt konsequent lineare Regelschaltungen ohne Hochfrequenzschaltvorgänge. Dadurch erreicht sie ein typisches Ausgangsrauschen von unter 350 µVRMS (20 Hz–20 MHz) – gemessen direkt am Lastanschluss. Dieses Niveau liegt deutlich unter der Rauschschwelle vieler Hochpräzisions-OpAmps und ermöglicht reproduzierbare Messungen selbst bei sub-millivolt-sensitiven Signalpfaden. Für Entwickler bedeutet dies: Keine zusätzlichen Filterstufen, keine unklaren Messabweichungen durch Versorgungsrauschen – nur reine Schaltungseigenschaften im Fokus.

## Schnelle Transientenantwort: Stabile Versorgung bei dynamischen Lastwechseln
Analoge Testaufbauten – etwa bei der Charakterisierung von schnellen Sensoreingängen oder bei transienten Belastungsszenarien in aktiven Filtern – erfordern eine Stromversorgung, die Lastsprünge innerhalb weniger Mikrosekunden kompensiert. Schaltnetzteile weisen aufgrund ihrer Regelkreisbandbreite oft Anstiegszeiten von 50–200 µs auf, was zu kurzzeitigen Spannungseinbrüchen oder Überschwingern führt. Solche Transienten können bei empfindlichen analogen ICs zu Fehlfunktionen, Reset-Zyklen oder nicht reproduzierbaren Driftverhalten führen.
Die FTL-Serie zeichnet sich durch eine extrem schnelle Transientenantwort aus: typischerweise < 50 µs bei einem Lastwechsel von 0–100 % (mit 1 A/µs Steilheit). Diese Performance resultiert aus optimierten linearen Regelverstärkern mit hoher Bandbreite und geringer Phasenverschiebung. Jeder Kanal reagiert unabhängig und stabil – auch bei parallelen Laständerungen an anderen Kanälen. Damit bleibt die Versorgungsspannung während kritischer Testphasen konstant, was die Reproduzierbarkeit und Zuverlässigkeit von Validierungsergebnissen signifikant erhöht.

## Vollständige Kanalisolation: Keine gegenseitige Beeinflussung bei Mehrkanal-Anwendungen
Moderne analoge Validierungsumgebungen nutzen häufig mehrere Versorgungsspannungen gleichzeitig – beispielsweise ±15 V für OpAmps, +5 V für Logik-Interface-ICs und +3,3 V für Sensoren. Hier wird die Isolation zwischen den Kanälen entscheidend: Bei vielen Schaltnetzteilen sind die Ausgänge galvanisch gekoppelt oder teilen gemeinsame Regelkreise, was zu Crosstalk, Gleichspannungsverschiebungen oder synchronen Störungen führen kann.
Die FTL-Serie bietet vollständig isolierte, unabhängige Kanäle mit einer Isolationsspannung von mindestens 500 VDC zwischen allen Ausgängen sowie zur Erdung. Jeder Kanal verfügt über eigene Regelung, eigene Sensingleitungen und eigenes Referenzpotential – ohne interne Kopplungspfade. Diese Architektur eliminiert jegliche Wechselwirkung zwischen Kanälen, sodass beispielsweise ein Lastwechsel am +15-V-Kanal keinerlei Einfluss auf die Stabilität des -15-V- oder des +3,3-V-Kanals hat. Dies ist unverzichtbar bei der Validierung von Differenzverstärkern, Instrumentierungsverstärkern oder bipolaren Sensoranordnungen.

## Anwendungsfokus: Labor, Entwicklung und automatisierte Prüfstationen
Die FTL-Serie wurde gezielt für anspruchsvolle analoge Validierungsszenarien konzipiert – vom Forschungslabor über die Entwicklungsabteilung bis hin zur integrierten Prüfautomatisierung. Ihre Einsatzgebiete umfassen:
- **Laborvalidierung analoger ICs**: Charakterisierung von Offsetspannung, Drift, CMRR und PSRR unter realistischen Versorgungsbedingungen.
- **Sensorinterface-Tests**: Betrieb von hochgenauen Temperatur-, Druck- oder Beschleunigungssensoren mit minimaler Energieversorgungsbeeinflussung.
- **OpAmp-Validierung**: Prüfung von Slew-Rate, Bandbreite und Rauschverhalten ohne Versorgungsartefakte.
- **Automatisierte Prüfstationen**: Zuverlässige Integration in ATE-Umgebungen dank programmierbarer Schnittstellen (LAN, USB, GPIB) und robustem Mehrkanalbetrieb.
Dank ihrer Multi-Channel-Architektur unterstützt die FTL-Serie routinemäßige Tests an der Produktionslinie ebenso wie komplexe Forschungsaufgaben in Instituten – immer mit dem Ziel, die echte Schaltungsperformance zu erfassen, nicht die Versorgungsstörungen.
Weitere technische Details und Spezifikationen finden Sie auf der Produktseite zur [FTL-Serie multi-channel programmable linear dc power supply](/de/products/dc-power-supply/ftl-series-multi-channel-programmable-linear-dc-power-supply).


