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Der Burn-in-Test und die Validierung von Server-Netzteilen (PSU) sowie unterbrechungsfreien Stromversorgungen (UPS) stellen Prüflabore und Produktionslinien vor erhebliche logistische und energetische Herausforderungen. Bei Hochleistungs-Tests über lange Zeiträumen fallen immense Stromkosten und enorme Abwärme an. Die zentrale Frage bei der Einrichtung moderner Testumgebungen lautet daher: Regenerative vs. konventionelle elektronische Last – welche Technologie ist für den spezifischen Anwendungsfall die bessere Wahl?

Dieser Artikel vergleicht die FTR7000 Serie (regenerative Last) mit der FT6800 Serie (konventionelle Super-Power-Last) und beleuchtet die technischen Kompromisse hinsichtlich Energierückgewinnung, Wärmeentwicklung und Test-Setup für Server- und Anlagenstromversorgungen.
Der offensichtlichste Unterschied im direkten Vergleich regenerative vs. konventionelle elektronische Last liegt im Umgang mit der Prüfenergie. Die FTR7000 Serie ist als regenerative Rückeinspeise-Last konzipiert und kann bis zu 3 MW Leistung aufnehmen. Die Besonderheit: Sie wandelt die vom Prüfobjekt abgegebene Gleichstromleistung in netzkonformen Wechselstrom um und speist diesen zurück in das Stromnetz des Gebäudes. Dies macht sie ideal für das R&D und die Produktion von Server-Netzteilen, USVs und Wechselrichtern. Bei mehrstündigen oder gar mehrtägigen Burn-in-Tests von AIDC-Stromversorgungssystemen (AI Data Center) reduziert diese Rückeinspeisung die Netzentnahme drastisch und senkt die Betriebskosten der Prüfumgebung.
Die FT6800 Serie hingegen ist eine konventionelle Super-Power-Last, die Leistungen von 2,6 kW bis 52 kW (und erweiterbar bis zu 300 kW) abdeckt. Bei diesem Design wird die elektrische Energie des Prüfobjekts in Wärme umgewandelt. Für Anwendungen, bei denen Energieeffizienz und Rückeinspeisung nicht im Fokus stehen oder die Testdauer kurz ist, bietet die konventionelle Last eine bewährte und robuste Methode zur Lastsimulation.

Die Art der Energieumwandlung hat direkte Auswirkungen auf die Klimatechnik der Testumgebung. Die FTR7000 minimiert die Abwärme drastisch, da der Großteil der Energie elektrisch zurückgeführt wird. Dies verringert den Bedarf an leistungsstarken Klimaanlagen und großzügigen Kühlkreisläufen. Weniger Wärme bedeutet ein kompakteres Test-Setup und eine geringere thermische Belastung für das Laborpersonal und die umliegenden Prüfgeräte.
Im Gegensatz dazu wandelt die FT6800 die komplette aufgenommene Leistung in Wärme um. Bei einem 300 kW-Setup muss die Prüfumgebung in der Lage sein, diese enorme thermische Last abzuführen. Dies erfordert massiven Aufwand in der Belüftungstechnik und entsprechende Räumlichkeiten. Wenn das bestehende Labor bereits über eine leistungsstarke Kühlinfrastruktur verfügt, kann eine konventionelle Last jedoch eine wirtschaftlich attraktive Alternative sein, da die Anschaffungskosten in der Regel unter denen eines regenerativen Systems gleicher Leistung liegen.
Beide Lasttypen decken die grundlegenden Anforderungen für das Testing von Hochleistungs-Schaltnetzteilen, Server-Netzteilen und USV-Systemen ab, unterscheiden sich jedoch in ihrer Eignung für spezifische Szenarien.
Die FT6800 Serie eignet sich hervorragend für die Prüfung von Bleiakkus, Brennstoffzellen, DC-Ladesäulen und Leistungswandlern. Sie ist eine Allround-Lösung für Laborumgebungen, die konventionelle Entlade- und Lasttests bis 300 kW benötigen. Für Standard-Burn-in-Tests ohne Fokus auf Energieeffizienz ist sie ein valides Werkzeug.
Die FTR7000 hingegen wurde für anspruchsvollere und dynamischere Testprofile entwickelt. Läßt sich die Lösung als FTR7000 Regenerative DC Electronic Load Bank betreiben, ermöglicht sie die Validierung von EDPP (Electric Digital Power Processor) mit 200% Sekunden-Überlast, schnellen di/dt-Lastsprüngen und lang andauernden regenerativen Burn-in-Tests für AIDC-Stromversorgungssysteme. Für die Validierung moderner, hochdynamischer Server-Netzteile, die schnelle Lastwechsel und Überlastspitzen abfangen müssen, ist die FTR7000 die überlegenere Wahl. Zudem wird sie von Branchenführern wie Eaton, Vertiv und Nvidia für derartige Anwendungen verifiziert.

Die Entscheidung zwischen regenerative vs. konventionelle elektronische Last hängt maßgeblich von den Prioritäten des Prüflabors ab:
Beide Systeme bieten je nach Anforderungsprofil der Server-Netzteil- und UPS-Validierung spezifische Vorteile, die FaithTech für die Industrie bereitstellt.