FaithTech entwickelt und fertigt programmierbare Gleichstrom-Stromversorgungen und elektronische Lasten für Anwendungen in den Bereichen Energie, Industrie, Automobil, Elektronik und Luft- und Raumfahrt.
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Moderne IoT-Sensor-Node-Geräte operieren zunehmend im µA- bis sub-mA-Bereich – besonders im Sleep-Modus, wo Stromverbräuche unter 10 µA liegen können. Gleichzeitig erfordern Wake-up-Ereignisse, RF-Übertragungen oder Sensormesszyklen kurze, hochdynamische Lastspitzen mit steilen Flanken. Herkömmliche elektronische Lasten stoßen hier an ihre Grenzen: Unzureichende Stromauflösung, zu geringe Dynamikbandbreite oder fehlende Transientenstabilität führen zu ungenauen Profildaten – und damit zu falschen Aussagen über Batterielaufzeit, Energieeffizienz oder Systemzuverlässigkeit.
Der FT6200A-Serie kleine Leistungselektronische Last bietet hier eine gezielte Lösung: Mit einer minimalen Stromauflösung von 0,05 mA und einer dynamischen Testfrequenz von bis zu 50 kHz ist das Gerät speziell für diese Anforderung konzipiert. Die hohe Genauigkeit – (0,05 % + 0,05 % FS) für Strom und (0,025 % + 0,025 % FS) für Spannung – gewährleistet reproduzierbare Messwerte auch bei extrem niedrigen Lastströmen. Dies macht den FT6200A nicht nur für den typischen Ladegerätetest geeignet, sondern zu einem entscheidenden Werkzeug für die systemnahe Stromverbrauchsanalyse batteriebetriebener Edge-Geräte.

Ein zentrales Einsatzgebiet des FT6200A in der IoT-Entwicklung ist die präzise Erfassung des zeitlichen Stromverlaufs während typischer Betriebsphasen: Sleep-Modus (mit µA-stabilen Grundlasten), Wake-up-Transitionen (mit schnellen Anstiegen auf mA-Niveau) sowie aktive Sensor- oder Kommunikationsphasen. Dank der einstellbaren On-Load-Spannung (Von), Off-Load-Spannung (Voff) und On-Load-Steigung kann der FT6200A exakt die Spannungs- und Stromgrenzen nachbilden, unter denen ein Sensor-Node realistisch arbeitet.
Die integrierte Dynamiktestfunktion bis 50 kHz erfasst dabei transienten Verlauf mit ausreichender Abtastrate – etwa den Millisekunden-schnellen Übergang vom Deep-Sleep-Zustand in den aktiven Modus eines ESP32- oder nRF52-basierten Nodes. Zusätzlich ermöglicht die intelligente automatische Testfunktion, wiederholte Profile mit definierten Zeitfenstern (z. B. 10 Sekunden Sleep / 20 ms Wake) vollautomatisch zu erfassen und zu dokumentieren. So lässt sich nicht nur der mittlere Stromverbrauch berechnen, sondern auch die Gesamtenergie pro Zyklus – eine wesentliche Größe für die Vorhersage der Batterielebensdauer.

Neben dem Betriebsstromprofil sind auch transiente Lastphänomene entscheidend für die Zuverlässigkeit und Effizienz von IoT-Sensor-Nodes. Beispiele hierfür sind:
Dank des standardmäßig integrierten SENSE-Anschlusses an der Frontplatte erfolgt die Spannungsmessung direkt am DUT-Anschlusspunkt – ohne Einfluss durch Leitungswiderstände. Dies ist entscheidend, um echte Lastverhalten unter realen PCB-Bedingungen abzubilden.
Der FT6200A ist nicht nur ein Präzisionsmessgerät, sondern ein flexibler Testbaustein für die gesamte Entwicklungs- und Validierungsphase. Über den standardmäßigen RS232-Anschluss lässt sich das Gerät nahtlos in automatisierte Testumgebungen integrieren – etwa zur Durchführung wiederholter Profiltests nach Firmware-Updates oder zur Batch-Validierung von Produktionseinheiten. Die schnelle NG/GO-Prüffunktion ermöglicht eine sofortige Entscheidung, ob ein Sensor-Node innerhalb definierter Stromtoleranzen arbeitet – beispielsweise „Sleep-Strom < 5 µA ± 10 %“.
Zusätzliche Funktionen wie die Lastsequenz-Editierfunktion erlauben die Erstellung komplexer Lastprofile mit variablen Phasenlängen, Rampen und Wiederholungen – ideal zur Simulation realer Einsatzszenarien. Die Quick-Call-Funktion mit ein-Klick-Aufruf vordefinierter Parameter beschleunigt die Wechsel zwischen verschiedenen Testkonfigurationen (z. B. von Sleep-Profiling auf RF-Burst-Test).
Für Entwickler, die IoT-Sensor-Node-Stromprofilierung als integralen Bestandteil ihres Designprozesses verstehen, ist der FT6200A daher weit mehr als ein elektronisches Lastgerät: Er ist ein präzises, anpassungsfähiges und automatisierbares Instrument zur Absicherung der Energieeffizienz – von der ersten Prototyp-Messung bis zur Serienfreigabe.
