FaithTech entwickelt und fertigt programmierbare Gleichstrom-Stromversorgungen und elektronische Lasten für Anwendungen in den Bereichen Energie, Industrie, Automobil, Elektronik und Luft- und Raumfahrt.
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Intermittierende Fehler in Kabelbäumen – wie latente Offenkontakte, Mikrorisse in Leiterbahnen oder thermisch bedingte Kontaktverschlechterungen – stellen eine der größten Herausforderungen in der Serienprüfung dar. Sie bleiben bei statischen Messungen oft unentdeckt, da sie erst unter spezifischen Belastungs-, Temperatur- oder Vibrationsbedingungen auftreten. Gerade in sicherheitskritischen Anwendungen wie der Automobilindustrie oder Luftfahrt können solche Defekte zu schwerwiegenden Systemausfällen führen. Die effektive Erkennung erfordert daher Prüfmethoden, die über einfache Durchgangsprüfungen hinausgehen und physikalische Belastungsszenarien reproduzierbar simulieren.

Der FTI5000 series Fuse Tester ist speziell als Fuse Durability Tester konzipiert und dient nicht nur der Prüfung von Sicherungen, sondern auch der systematischen Bewertung von Verbindungsstellen in Kabelbäumen. Durch wiederholtes, kontrolliertes Ein- und Ausschalten von Strom über definierte Zeitintervalle simuliert der FTI5000 den thermischen Zyklus einer Sicherung – ein Verfahren, das sich direkt auf Steckverbinder, Klemmen und Crimpstellen übertragen lässt. Jeder Zyklus induziert thermische Expansion und Kontraktion, wodurch latente Schwachstellen wie schlechte Crimps, korrodierte Kontakte oder mikroskopische Risse im Isoliermaterial sichtbar werden.
Die Anwendung des FTI5000 im Rahmen der wiring harness intermittent fault test ermöglicht eine reproduzierbare, zeitgesteuerte Belastung ohne externe Lastquellen. Der Tester arbeitet mit fest vorgegebenen Strom- und Zeitparametern, was eine hohe Testdeterministik gewährleistet. Typische Einsatzfelder umfassen neben der Sicherungsprüfung auch Terminal- und Steckverbinder-Tests sowie die Prüfung ganzer elektrischer Boxen und Relais. Diese Methode ist besonders effektiv zur Identifizierung von Fehlern, die durch thermische Ermüdung entstehen – etwa bei wiederholter Fahrzeugstart-Stop-Situation oder bei langfristiger Betriebsbelastung.
Im Gegensatz zum zyklusbasierten Ansatz des FTI5000 nutzen Multichannel-Electronic Loads wie die FT6100 series Multichannel electronic load array ein dynamisches Prüfkonzept. Diese Systeme simulieren realistische Lastprofile – beispielsweise wechselnde Stromaufnahmen eines Steuergeräts oder eines Motors – und erfassen gleichzeitig feinste Widerstandsschwankungen im Prüfling. Durch hochauflösende Spannungs- und Strommessung in Echtzeit wird ein zeitlich aufgelöstes Widerstandsprofil generiert, das selbst submilliohmige Änderungen detektiert.
Dieses Verfahren eignet sich besonders gut zur Aufdeckung von Mikro-Offenkontakten, die erst bei bestimmten Lastspitzen oder nach kurzem Erwärmungseinfluss auftreten. Da der FT6100 eine breite Leistungsbandsbreite von 50 W bis 1080 W abdeckt, kann er sowohl kleine Steckverbindungen als auch komplexere Komponenten wie zentrale Elektroboxen oder BMS-Module prüfen. Die Multikanalfunktion ermöglicht zudem die parallele Belastung mehrerer Leitungszweige – ein entscheidender Vorteil bei der Prüfung ganzer Kabelbaum-Topologien in einem Durchgang.

Die Entscheidung zwischen FTI5000 und FT6100 hängt nicht von einer „besseren“ Technologie ab, sondern von der spezifischen Fehlerhypothese und dem Prüfziel. Der FTI5000 liefert höchste Reproduzierbarkeit bei thermisch-mechanisch induzierten Fehlern und eignet sich ideal für Qualitätsaudits, Lieferantenfreigaben und Langzeitstabilitätsprüfungen. Der FT6100 hingegen bietet tiefere Einblicke in dynamisches Verhalten unter Last und ist unverzichtbar, wenn funktionale Interaktionen oder Lasttransienten im Fokus stehen.
In der Praxis kombinieren viele führende Hersteller beide Verfahren: Der FTI5000 dient als erste Stufe zur mechanischen Stressprüfung, gefolgt vom FT6100 zur Validierung des elektrischen Verhaltens unter realistischen Betriebsbedingungen. Diese hybride Strategie erhöht die Testabdeckung signifikant und reduziert das Risiko, latente Fehler in die Serienproduktion zu übernehmen.

Beide Systeme sind integraler Bestandteil moderner Prüfstrategien für die wiring harness intermittent fault test und unterstützen Hersteller dabei, die Zuverlässigkeit ihrer elektrischen Systeme auf ein neues Niveau zu heben – ohne Kompromisse bei Reproduzierbarkeit, Geschwindigkeit oder technischer Tiefe.